Für Patienten

Hier erhalten Sie wertvolle Informationen, wenn Sie sich über eine bestimmte Krankheit und deren Behandlung erkundigen wollen.

Suchen Sie sich zunächst das erkrankte Organ aus und wählen Sie dann die Erkrankung. Danach werden ein typischer Krankheitsverlauf und die entsprechende Behandlung bzw. Operation beschrieben. Zusätzlich erhalten Sie nützliche Informationen über die Erkrankung. In der Regel können Sie die Bilder vergrößern und gelegentlich erscheint auch ein Video, um Ihnen die Vorgehensweise oder das Krankenheitsbild näher zu bringen.

Wählen Sie das erkrankte Organ aus:

Schilddrüse
Nebenschilddrüse
Leber
Gallenblase
Gallenwege
Bauchspeicheldrüse
Dünndarm
Dickdarm
Hernien
Speiseröhre
Mageneingang
Magen
Zwölffingerdarm
Milz
Mastdarm
Proktologie
Sonstige

Sekundäre Nebenschilddrüsenüberfunktion

Hier erhalten Sie Informationen zur Krankheit.

Vorgeschichte

Patienten mit einer sekundären Überfunktion der Nebenschilddrüsen leiden an den Folgen eines zu hohen Kalziumspiegels, weil von ihnen zu viel Parathormon abgegeben wird. Die Ursache ist meistens eine chronische Niereninsuffizienz, die durch Dialyse behandelt wird. Die Beschwerden sind vielseitig: Von Nierensteinen, Knochenerkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden bis zu Nervenstörungen oder Depressionen.

Untersuchungen

Wenn Sie sich beim Arzt vorstellen, wird er zunächst 3mal den erhöhten Kalziumspiegel und erhöhten Spiegel an Parathormon im Blut nachweisen. Die Erkrankung beruht in der Regel auf einer reaktiven Überfunktion aller vier Drüsen.

Operationsnotwendigkeit

Bei einem eindeutigen Nachweis der Erkrankung müssen die Nebenschilddrüsen entfernt werden.

Operationsvorbereitung

Vor der Operation suchen Sie einen HNO-Arzt auf, um die Funktion des Stimmbandnerven auf beiden Seiten zu überprüfen. Wenn Sie danach mit allen Befunden zum Chirurgen gehen, wird er überprüfen, ob eine Operation bei Ihnen sinnvoll ist und welche Operation vorgenommen werden sollte. Sie werden dann über den geplanten Eingriff sowie mögliche Komplikationen und Folgestörungen aufgeklärt und meistens kann sofort ein verbindlicher Operationstermin vereinbart werden. Noch am selben Tag werden sie dem Narkosearzt vorgestellt, der die Narkose mit Ihnen bespricht. Möglicherweise sind aber auch noch Zusatzuntersuchen notwendig, um Ihr Operations- und Narkoserisiko genau einzuschätzen.

Operation

Am Operationstag erscheinen Sie zwei Stunden vor der geplanten Operation nüchtern im Krankenhaus. Sie können bis zu 6 Stunden vor der Operation noch normal essen und bis zu 2 Stunden vor der Operation nach Belieben trinken. Im Krankenhaus werden Sie dann vorbereitet und in den Operationssaal gebracht.
Die Operation wird über einen kleinen Kragenschnitt vorgenommen. Es werden alle vier Drüsen aufgesucht. Entweder werden 3 1/2 Drüsen entfernt (also eine halbe Drüse belassen) oder alle vier Drüsen entfernt (und ein Teil der Drüse in die Muskulatur eines Armes transplantiert).
Das Ziel der Operation ist, alle Nebenschilddrüsen (fast) vollständig zu entfernen.
Die größte Gefahr bei der Operation besteht darin, den Stimmbandnerven zu verletzen. Um den Stimmbandnerven sicher zu schonen, wird bei der Operation der Nerv mit einer speziellen Sonde geortet (Neuromonitoring).

Nach der Operation

Nachdem Sie von der Narkose aufgewacht sind, dürfen Sie direkt trinken und nach kurzer Zeit auch essen. Nach einigen Stunden können Sie bereits über den Flur laufen. Durch eine optimale Schmerztherapie werden Sie weitgehend schmerzfrei sein. Am nächsten Morgen werden Sie Ihr Frühstück normal am Tisch einnehmen und sich tagsüber wie ein Gesunder bewegen. Der HNO-Arzt überprüft noch einmal die Stimmbandfunktion. Sollten die Kalzium-Werte in Ordnung sein, dann können Sie am 2.-4. Tag nach der Operation nach Hause. Am 4. Tage nach der Operation werden die Hautklammern entfernt. Die Schmerzmittel werden noch weiter eingenommen und die Wunde ärztlich überwacht. Der Heilungsprozess ist nach ungefähr 2 Wochen abgeschlossen.

Hier erhalten Sie Informationen zur Krankheit.

Steissbeinfistel

Vorgeschichte

Sie klagen seit einigen Jahren über wiederholte Schwellungen und Entzündungen über dem Kreuzbein.

Untersuchungen

Der Arzt vermutet ein chronisches Einwachsen von Haaren und empfiehlt die Operation.

Operationsnotwendigkeit

Die sicherste Methode, den wiederholten Entzündungen vorzubeugen, ist die vollständige Entfernung des Fistelsystems.

Operationsvorbereitung

Wenn Sie mit allen Befunden zum Chirurgen gehen, wird er überprüfen, ob eine Operation bei Ihnen sinnvoll ist und welche Operation vorgenommen werden sollte. Sie werden dann über den geplanten Eingriff sowie mögliche Komplikationen und Folgestörungen aufgeklärt und meistens kann sofort ein verbindlicher Operationstermin vereinbart werden. Noch am selben Tag werden sie dem Narkosearzt vorgestellt, der die Narkose mit Ihnen bespricht. Möglicherweise sind aber auch noch Zusatzuntersuchungen notwendig, um Ihr Operations- und Narkoserisiko genau einzuschätzen.

Operation

Am Operationstag erscheinen Sie zwei Stunden vor der geplanten Operation nüchtern im Krankenhaus. Bis zu 2 Stunden vor der Operation können Sie aber noch nach Belieben trinken. Im Krankenhaus werden Sie dann in den Operationssaal gebracht.
Bei der Operation wird das gesamte Fistelsystem entfernt. Der Defekt wird danach mit einer Verschiebeplastik geschlossen oder seltener offen gelassen.

Nach der Operation

Nachdem Sie von der Narkose aufgewacht sind, dürfen Sie direkt essen und trinken. Nach einigen Stunden können Sie bereits über den Flur laufen. Durch eine optimale Schmerztherapie werden Sie weitgehend schmerzfrei sein. Ab dem 5. Tag nach der Operation können sie wieder nach Hause. Der Heilungsprozess ist nach ungefähr 2-3 Wochen abgeschlossen.

Sonstige Erkrankungen

Wählen Sie ein Krankheitsbild aus. Für die Erkrankung wird
dann ein typischer Krankheitsverlauf beschrieben.

Steißbeinfistel

Leberzysten

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Krankheit.

Entstehung

Die meisten Zysten sind angeborene harmlose Fehlbildung. In die zystischen Hohlräumen wird eine klare Flüssigkeit abgegeben, die zu einem dauerhaften Zunehmen der Zyste führen kann. Sehr große Zysten verdrängen dann das Lebergewebe und drücken auf die umliegenden Organ im Bauch. In seltenen Fällen wird die Zyste durch eine Infektion verursacht.

Vorgeschichte

Die Patienten klagen zunehmend über ein Druckgefühl im Bauch, über Unwohlsein, wenig Appetit oder Völlegefühl. Bei vielen sind eine oder viele Zysten in der Leber bekannt oder werden vermutet.

Untersuchungen

Wenn Sie sich beim Arzt vorstellen, wird er zunächst das Ausmaß der Zysten im Ultraschall feststellen. Da bei großen Zysten eine Operation in Betracht kommt, wird der Arzt eine Computertomographie veranlassen und anhand von Laborwerten Ihre Leberfunktion abschätzen. Außerdem sollte ausgeschlossen werden, dass die Zysten nicht von einem Bandwurm (Echinokokkus) verursacht wurden.

Operationsnotwendigkeit

Eine oder mehrere sehr große Leberzysten, die Beschwerden verursachen, können hilfreich operiert werden.

Operationsvorbereitung

Wenn Sie mit allen Befunden zum Chirurgen gehen, wird er überprüfen, ob eine Operation bei Ihnen sinnvoll ist und welche Operation vorgenommen werden sollte. Sie werden dann über den geplanten Eingriff sowie mögliche Komplikationen und Folgestörungen aufgeklärt und meistens kann sofort ein verbindlicher Operationstermin vereinbart werden. Noch am selben Tag werden sie dem Narkosearzt vorgestellt, der die Narkose mit Ihnen bespricht. Möglicherweise sind aber auch noch Zusatzuntersuchen notwendig, um Ihr Operations- und Narkoserisiko genau einzuschätzen.

Operation

Am Operationstag erscheinen Sie zwei Stunden vor der geplanten Operation nüchtern im Krankenhaus. Sie können bis zu 6 Stunden vor der Operation noch normal essen und bis zu 2 Stunden vor der Operation nach Belieben trinken. Im Krankenhaus werden Sie dann vorbereitet und in den Operationssaal gebracht.
Die Operation wird als minimal-invasiver Eingriff über kleine Schnitte vorgenommen. Dadurch kann fast immer ein großer Bauchschnitt vermieden werden. Dadurch erholen Sie sich schnell und haben wenig Schmerzen.
Das Ziel der Operation ist, die Oberschicht der Zyste zu entfernen. Dadurch wird die Zyste entlastet und die Flüssigkeit der Zyste fließt in die Bauchhöhle. Das Bauchfell der Bauchhöhle saugt die Flüssigkeit auf, so dass die Patienten nicht mehr unter der Zyste leiden.

In einem kleinen Video wurde die Operation für Sie zusammengefasst.

Nach der Operation

Nachdem Sie von der Narkose aufgewacht sind, dürfen Sie direkt trinken und Joghurt essen. Nach einigen Stunden können Sie bereits über den Flur laufen. Durch eine optimale Schmerztherapie werden Sie weitgehend schmerzfrei sein. Am nächsten Morgen werden Sie Ihr Frühstück normal am Tisch einnehmen und sich tagsüber wie ein Gesunder bewegen. Am 4. Tag nach der Operation können Sie spätestens nach Hause. Die Schmerzmittel werden noch weiter eingenommen und die Wunde ärztlich überwacht. Der Heilungsprozess ist nach 2 Wochen abgeschlossen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Krankheit.

 

Zwölffingerdarmgeschwür

Hier erhalten Sie Informationen zur Krankheit.

Vorgeschichte

Sie klagen über ein Druckgefühl oder sogar Schmerzen nach dem Essen.

Untersuchungen

Sie stellen sich beim Arzt vor, der eine Magenerkrankung vermutet und deshalb eine Magenspiegelung anordnet. Dabei wird ein Geschwür am Zwölffingerdarm (Duodenum) gefunden, das immer gutartig ist. Allerdings können diese Geschwüre durch die Darmwand brechen oder stark bluten.

Sollten Sie über sehr starke, plötzlich auftretende Schmerzen im Oberbauch klagen, dann könnte ein Geschwür durchgebrochen sein. Es treten dann Luft und Mageninhalt durch das Geschwür in die Bauchhöhle. Bereits durch eine einfache Röntgenaufnahme kann die freie Luft in der Bauchhöhle diagnostiziert werden. In diesen Fällen ist immer eine Notfalloperation erforderlich.

Operationsnotwendigkeit

Nur bei Komplikationen ist eine Operation erforderlich, die dann als Notfalleingriff durchgeführt wird.

Operationsvorbereitung

Entfällt.

Operation

Entfällt.

Nach der Operation

Entfällt.

Hier erhalten Sie Informationen zur Krankheit.

Primäre Nebenschilddrüsenüberfunktion

Hier erhalten Sie Informationen zur Krankheit. Das Bild vergrößert sich, wenn Sie auf Bild klicken.

Vorgeschichte

Patienten mit einer primären Überfunktion der Nebenschilddrüsen leiden an den Folgen eines zu hohen Kalziumspiegels, weil von den Nebenschilddrüsen zu viel Parathormon abgegeben wird. Die Beschwerden sind vielseitig: Von Nierensteinen, Knochenerkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden bis zu Nervenstörungen oder Depressionen.

Untersuchungen

Wenn Sie sich beim Arzt vorstellen, wird er zunächst 3mal den erhöhten Kalziumspiegel und einen erhöhten Spiegel an Parathormon im Blut nachweisen. Vom endokrinologisch erfahrenen Arzt werden Ihre Beschwerden dann sicherlich auf die Überfunktion zurückgeführt. Da Sie vier Nebenschilddrüsen haben, wird versucht, die erkrankte Nebenschilddrüse durch eine Sonographie zu finden. Das ist manchmal nicht zweifelsfrei möglich, weil die Nebenschilddrüsen sehr klein sind und sich im gesamten Halsbereich befinden können. Vielfach ist aber nur eine Nebenschilddrüse erkrankt. Seltener auch auch mehrere.

Operationsnotwendigkeit

Bei einem eindeutigen Nachweis der Erkrankung muss die erkrankte Nebenschilddrüse entfernt werden.

Operationsvorbereitung

Vor der Operation suchen Sie einen  HNO-Arzt auf, um die Funktion des Stimmbandnerven auf beiden Seiten zu überprüfen. Wenn Sie danach mit allen Befunden zum Chirurgen gehen, wird er überprüfen, ob eine Operation bei Ihnen sinnvoll ist und welche Operation vorgenommen werden sollte. Sie werden dann über den geplanten Eingriff sowie mögliche Komplikationen und Folgestörungen aufgeklärt und meistens kann sofort ein verbindlicher Operationstermin vereinbart werden. Noch am selben Tag werden sie dem Narkosearzt vorgestellt, der die Narkose mit Ihnen bespricht. Möglicherweise sind aber auch noch Zusatzuntersuchen notwendig, um Ihr Operations- und Narkoserisiko genau einzuschätzen.

Operation hpt2

Am Operationstag erscheinen Sie zwei Stunden vor der geplanten Operation nüchtern im Krankenhaus. Sie können bis zu 6 Stunden vor der Operation noch normal essen und bis zu 2 Stunden vor der Operation nach Belieben trinken. Im Krankenhaus werden Sie dann vorbereitet und in den Operationssaal gebracht.
Die Operation wird über einen kleinen Kragenschnitt vorgenommen. Wird die erkrankte Drüse auf der rechten Seite vermutet, wird zunächst nur diese Seite freigelegt und die beiden Drüsen aufgesucht. Die erkrankte Drüse wird entfernt und noch während der Operation feingeweblich untersucht und die Ausschüttung des Hormons im Blut bestimmt. Fällte die Konzentration des Hormons im Blut ab, dann ist quasi bewiesen, dass die erkrankte Drüse entfernt wurde. Auf dem Bild ist eine stark vergrößtere Nebenschilddrüse erkennbar.
Das Ziel der Operation ist, die erkrankte(n) Nebenschilddrüse(n) vollständig zu entfernen. Die gesunden Drüsen verbleiben, um keine Unterfunktion hervorzurufen.
Die größte Gefahr bei der Operation besteht darin, den Stimmbandnerven zu verletzen. Um den Stimmbandnerven sicher zu schonen, wird bei der Operation der Nerv mit einer speziellen Sonde geortet (Neuromonitoring).

Nach der Operation

Nachdem Sie von der Narkose aufgewacht sind, dürfen Sie direkt trinken und nach kurzer Zeit auch essen. Nach einigen Stunden können Sie bereits über den Flur laufen. Durch eine optimale Schmerztherapie werden Sie weitgehend schmerzfrei sein. Am nächsten Morgen werden Sie Ihr Frühstück normal am Tisch einnehmen und sich tagsüber wie ein Gesunder bewegen. Der HNO-Arzt überprüft noch einmal die Stimmbandfunktion. Sollten die Kalzium-Werte in Ordnung sein, dann können Sie am 2. Tag nach der Operation nach Hause. Am 4. Tage nach der Operation werden die Hautklammern entfernt. Die Schmerzmittel werden noch weiter eingenommen und die Wunde ärztlich überwacht. Der Heilungsprozess ist nach ungefähr 2 Wochen abgeschlossen.

Hier erhalten Sie Informationen zur Krankheit.