Magenkrebs

Im Magen können sich bösartige Tumoren bilden, die aus der inneren Auskleidung entstehen, der Schleimhaut. Leider werden die meisten Tumoren erst erkannt, wenn der Patient über Beschwerden klagt und dann eine Magenspiegelung veranlasst wird.

Vorsorgeuntersuchungen

Da der Magenkrebs in Deutschland nicht so häufig ist, werden Vorsorgeuntersuchungen nicht empfohlen.

Einteilung

Die Tumoren werden heute international nach bestimmten Kriterien eingeteilt (TNM-Stadien). Wichtig ist dabei, wie tief der Tumor bereits in die benachbarten Strukturen gewachsen ist (T-Stadium). Außerdem wird erfasst, ob der Tumor sich bereits in benachbarte Lymphknoten abgesiedelt hat (N-Stadium) oder ob er bereits in anderen Organen Tochtergeschwülste gebildet hat (M-Stadium). Das Risiko von Lymphknotenmetastasen steigt mit der Tiefeninfiltration des primären Tumors. Zunächst werden die Lymphknoten direkt in der Nähe des Tumors befallen, danach die regionären Lymphknoten, die entlang der Schlagadern verlaufen. Zu jeder Tumoroperation gehört deshalb nicht nur die Entfernung des Tumors, sondern es wird auch das Ausbreitungsgebiet der Lymphgefäße entfernt.

In günstigen Fällen werden so genannte GIST-Tumoren im Magen gefunden. Sie sind kleine kugelige Tumoren innerhalb der Darmwand, die sehr häufig durch einen laparoskopischen Eingriff entfernbar sind.

 

Untersuchungen

Vor allen Operationen wird der Magen gespiegelt. Zusätzlich wird durch eine spezielle Sonographie die Ausbreitung des Tumors im Magen überprüft. Ergänzt werden die Untersuchungen durch eine Computertomographie des Bauches und Röntgenaufnahme der Lunge. Dann kann das Ausbreitungsstadium abgeschätzt und die optimale Therapie eingeleitet werden.

Magenkrebs

Behandlung

Um eine Heilung zu erreichen, muss der Tumor entfernt werden. Fortgeschrittene Tumoren erhalten zunächst eine Chemotherapie und werden erst danach operiert. Durch die Vorbehandlung verbessert sich die Prognose des Patienten.

Operationsverfahren

Was genau in welcher Weise operiert wird, hängt davon ab, wo genau der Tumor liegt und wie weit er bereits ausgedehnt ist. Liegt der Tumor zum Beispiel im unteren Drittel, dann kann der obere Anteil des Magens erhalten bleiben. Ansonsten wird der gesamte Magen entfernt. Früher wurde immer die Milz entfernt. Heute ist das nur noch selten der Fall.

Magenkrebs

Beispielhaft sehen Sie im Video eine Entfernung des unteren Magenabschnittes.

Nachbehandlung

Genauso wichtig wie die Operation ist eine optimale Nachbehandlung durch eine ausgefeilte Betreuung nach der Operation. Eine optimale Schmerztherapie und zeitgerechter Kostaufbau sind äußerst wichtig. Nachdem dann die feingewebliche Untersuchung vorliegt, wird in einer Besprechung mit Tumorspezialisten festgelegt, ob eine weitere Therapie sinnvoll ist. Mit dem Hausarzt werden dann weitere Nachsorgetermine besprochen.