Statistische Auswertung

Die folgenden Ausführungen sollen und werden kein statistisches Lehrbuch ersetzen, sondern nur als Wegweiser für eine Auswertung dienen.
Als besonders gutes Lehrbuch kann ich empfehlen: Practical Statistics for Medical Research.

Da wir über eine Lizenz des Auswertungsprogramms "Statistical Analysis System" verfügen, habe ich für alle Fragestellungen die entsprechenden SAS-Prozeduren benannt und mit Beispielen versehen.

Bevor eine Auswertung in Betracht gezogen wird, muss geklärt werden, ob es sich um qualitative oder quantitative Daten handelt, denn danach richtet sich die weitere Auswertung.

Qualitative Daten

Qualitative Daten, die auch kategoriale Daten oder Häufigkeitsziffern genannt werden. Es handelt sich dabei um die Zuordnung eines Merkmals zu einem Gegenstand (Frauen oder Männer; jung oder alt; rot, grün oder gelb; Blutgruppe A, B, AB oder 0), so dass der Gegenstand durch die Eigenschaft genauer charakterisiert wird.
Population werden mit diesen Daten in Häufigkeiten (frequencies) oder Anteilen (proportions) beschrieben, z.B. 34 Patienten waren Frauen (44%) oder 12% wiesen die Blutgruppe AB auf.  Solche Merkmale können in eine Reihenfolge(z.B. Tumorstadien) geordnet werden (Nominalskala). Häufig ist damit aber keine Wertigkeit verknüpft.

Komparative Daten

Komparative oder Rangdaten (Ordinalskalen) sind durch eine Kleiner-Größer-Beziehung festgelegt, wobei die Randordnung durch objektive Messwerte oder subjektives Schätzen definiert ist. Durch die Wertigkeit entscheiden sie sich von der Nominalskala.

Quantitative Daten

Messwerte oder numerische Daten unterscheiden sich von den einfachen Rangdaten, indem das Intervall zwischen zwei aufeinander folgenden Marken einer Skala immer konstant ist. Aufgrund dieser Intervallskala von Messwerten können wir mit ihnen rechnen. Alle quantifizierbaren Eigenschaften beruhen auf solchen Intervalldaten.

Es ist offensichtlich, dass man mit qualitativen Daten nicht dasselbe erreichen kann wie mit quantitativen Daten. Eine umfassendere Darstellung findet sich in meinen Büchern "Statistik ohne Statistik" oder "Wissenschaft als Mythos".